info@laspo.de +49 (0)89/216345-0

Bundesfinaltermine 2017

 

  • Winterfinale vom 19. bis 23. Februar 2017 in Nesselwang
    JTFO: Alpiner Skilauf, Skilanglauf, Skisprung
    JTFP: Skilanglauf für blinde und sehbehinderte Schülerinnen und Schüler, Skilanglauf für Schülerinnen und Schüler mit dem Förderschwerpunkt Geistige Entwicklung
  • Frühjahrsfinale vom 2. bis 6. Mai 2017 in Berlin
    JTFO: Badminton, Basketball, Gerätturnen, Handball, Tischtennis, Volleyball
    JTFP: Goalball, Rollstuhlbasketball
  • Herbstfinale vom 17. bis 21. September 2017 in Berlin
    JTFO: Beach-Volleyball, Fußball, Golf, Hockey, Judo, Leichtathletik, Rudern, Schwimmen, Tennis, Triathlon
    JTFP: Fußball für Schülerinnen und Schüler mit dem Förderschwerpunkt Geistige Entwicklung, Leichtathletik, Schwimmen

Allgemeine und aktuelle Infos zu den Bundesfinalveranstaltungen gibt es auf der offiziellen Homepage www.jtfo.de

Die Zwischen- und Endergebnisse der Bundesfinalveranstaltungen sind hier zu finden.

JTFO-/JTFP-Bundesfinale in Nesselwang 2017

Über 800 Sporttalente kämpfen um den Bundessieg
 
Das Bundesfinale von JUGEND TRAINIERT FÜR OLYMPIA (JTFO) und JUGEND TRAINIERT FÜR PARALYMPICS (JTFP) wird vom 19. bis 23. Februar 2017 wieder in Bayern ausgetragen: Nesselwang im Allgäu begrüßt zum Winterfinale über 800 Wintersporttalente aus den besten deutschen Schulmannschaften, die an drei Wettkampftagen die Bundessieger in den Wintersportdisziplinen Ski Alpin, Skilanglauf und Skisprung ermitteln werden. Zu den sportlichen Höhepunkten gehören der Parallelslalom-Teamwettbewerb, der als Nachtslalom ausgetragen wird, und die Skilanglaufwettbewerbe, bei denen nicht behinderte und behinderte Sportler/-innen (Blinde, Sehbehinderte und Schüler/-innen mit geistiger Behinderung) an den Start gehen. Die gemeinsamen Wettkämpfe sollen im Sinne der Inklusion dazu beitragen, Berührungsängste abzubauen und die gegenseitige Wertschätzung zu fördern.


Gemeinsam mit dem Kultusstaatssekretär Georg Eisenreich und Nesselwangs 1. Bürgermeister Franz Erhart werden Katrin Zeller und Lucia Joas (geb. Anger) das Winterfinale in Nesselwang beim Begrüßungsabend am Montag, den 20. Februar 2017 offiziell eröffnen. In einer Talkrunde mit der Moderatorin Erika Schwitulla von der Bayerischen Landesstelle für den Schulsport werden die beiden ehemaligen Spitzenathletinnen ihre Erfahrungen an die Sporttalente weitergeben. Zeller, die bei den Olympischen Spielen 2010 in Vancouver und bei der WM 2009 im Skilanglauf mit der Staffel die Silbermedaille gewann, ist als Schülerin mit der Realschule Sont-hofen beim JTFO-Bundesfinale im Skilanglauf gestartet. Lucia Joas hat ihre Leidenschaft für den Langlaufsport mit sieben Jahren bei einer Wintersportwoche in der Schule entdeckt. Zehn Jahre später wurde sie beim European Youth Olympic Festival in Polen Vize-Jugend-Olympiasiegerin über 5 km klassisch. Bei den Olympischen Spielen 2014 in Sotschi waren beide gemeinsam am Start. Dies zeigt, dass der Wettbewerb JUGEND TRAINIERT FÜR OLYMPIA durchaus eine Talentshow für die Olympioniken von morgen ist, und dass positive Erfahrungen im Schulsport der Einstieg in den Vereins- und Leistungssport sein können.

Die Ehrung der Bundessieger wird Staatssekretär Bernd Sibler vom Bayerischen Staatsministerium für Bildung und Kultus, Wissenschaft und Kunst im Rahmen der Action Time der Deutschen Olympischen Akademie am Mittwoch, den 22. Februar 2017 um 18.30 Uhr vornehmen. Die Schirmherrschaft für das Winterfinale in Nesselwang hat der Staatsminister für Bildung und Kultus, Wissenschaft und Kunst des Landes Bayern, Dr. Ludwig Spaenle, übernommen.



Bayern wird beim Bundesfinale durch folgende Schulmannschaften vertreten:

Gabriel-von-Seidl-Gymnasium Bad Tölz und Gymnasium Freyung (Skilanglauf Jungen), Gabriel-von-Seidl-Gymnasium Bad Tölz und Gertrud-von-le-Fort-Gymnasium Oberstdorf (Skilang-lauf Mädchen), Johann-Andreas-Schmeller-Gymnasium Nabburg und Realschule Lindenberg (Skilanglauf Mixed), Franziskus-von-Assisi-Schule Au am Inn (Skilanglauf JTFP – Förderschwerpunkt Geistige Entwicklung), St.-Irmengard-Realschule Garmisch-Partenkirchen, Gertrud-von-le-Fort-Gymnasium Oberstdorf und Gymnasium Hohenschwangau (Ski Alpin Mädchen), Werdenfels-Gymnasium Garmisch-Partenkirchen, Sebastian-Finsterwalder-Gymnasium Rosenheim und Gymnasium Hohenschwangau (Ski Alpin Jungen); bei den Skisprungwettbewerben starten zwei Regionalteams.

>> Wettkampfzeitplan

Weitere Informationen, Bilder und Berichte sind auch auf folgenden Internetseiten zu finden:
www.jtfo.de  
www.jtfp.de 
www.nesselwang.de

 


JTFO-/JTFP-Winterfinale in Nesselwang 2015

JTFO-/JTFP-Bundesfinale: 4 Siege bei insgesamt 9 Platzierungen auf dem „Stockerl“. Das war die Bilanz aus bayerischer Sicht beim Bundesfinale Winter JUGEND TRAINIERT FÜR OLYMPIA/PARALYMPICS im Jahr 2015.

Den Auftakt im Medaillenreigen machten die Ski Alpinteams: Nachdem die bayerischen Schulmannschaften zunächst  im Vielseitigkeitslauf mit zwei Durchgängen den Grundstein für den späteren Erfolg gelegt hatten, stand am Spätnachmittag mit dem Parallelslalom-Teamwettbewerb das erste Highlight des Bundesfinales an. Bei den Jungen setzte sich das Werdenfels-Gymnasium Garmisch-Partenkirchen im rein bayerischen Finale gegen das Gertrud-von-le-Fort-Gymnasium Oberstdorf durch. Komplettiert wurde der Erfolg durch den 3. Platz des Gymnasiums Hohenschwangau, das den Parallelslalom gegen das Regionalteam aus Nordrhein-Westfalen gewann. Bei den Mädchen konnte das Gymnasium Tegernsee im Finale gegen das Anna-Essinger-Gymnasium aus Ulm mehr Duelle für sich entscheiden und somit den Bundessieg sichern. Die Realschule Sonthofen musste sich im kleinen Finale dem Regionalteam NRW geschlagen geben, belegte aufgrund der besseren Einzelzeiten im Vielseitigkeitslauf in der Gesamtwertung Platz 3. „Bei den Finalläufen haben wir absoluten Leistungssport gesehen. Auch die Kids waren begeistert, weil sie noch nie vor so einer tollen Kulisse gestartet sind, und sie wären am liebsten noch den ganzen Abend weitergefahren“ , so das Fazit von Dr. Matthias Molt, Vertreter des Deutschen Ski-Verbandes. Die spannenden Duelle auf der Piste bei Flutlicht und die parallel stattfindende Après-Ski-Party des Hauptsponsors Deutsche Bahn haben am Ende des ersten Wettkampftages für gute Stimmung und große Begeisterung bei den Läufern und Zuschauern gesorgt.

Auch im Skilanglauf lagen die bayerischen Schulmannschaften vor den abschließenden Staffelwettbewerben am zweiten und letzten Wettkampftag in aussichtsreichen Positionen. In der Wettkampfklasse IV Mixed lieferten die Mädchen und Jungen vom Chiemgau-Gymnasium Traunstein mit 20:30,5 Minuten das beste Mannschaftsergebnis in den Techniksprints ab, bei denen die besten vier Laufzeiten gewertet wurden. Nach dem 3. Platz im Staffelwettbewerb durften sich die Jungen und Mädchen über den 1. Platz in der Gesamtwertung und den Bundessieg freuen. Germana Thannheimer von der Mittelschule Oberstdorf lief mit 4:45,9 Minuten die zweitbeste Einzelzeit auf der 1km langen Techniksprintstrecke, bei der nicht nur Schnelligkeit, sondern zwischen den Slalomstangen und Schlupftoren, auf der Tretorgel oder beim Skating ohne Stöcke auch eine sehr gute Technik und Koordination gefragt waren. Gemeinsam mit ihrer Schulmannschaft belegte sie am Ende Rang 6 in der Gesamtwertung.
Die Mädchen des Gertrud-von-le-Fort-Gymnasiums aus Oberstdorf mussten sich in der Wettkampfklasse III im Techniksprint nur der Eliteschule des Wintersports aus Oberwiesenthal geschlagen geben und belegten in der Addition der fünf schnellsten Zeiten mit 33:05,4 Minuten Rang zwei. In der abschließenden Staffel mussten die Oberstdorferinnen auch die Sportgymnasiastinnen aus Oberhof an sich vorbeiziehen lassen, so dass Platz 3 in der Staffel auch die Bronzemedaillen in der Gesamtwertung bedeutete.
Die Jungenteams von der CJD Christophorusschule Berchtesgaden und von der Achental-Realschule Marquartstein belegten zwar nur die Plätze fünf und sechs, machten sich aber aufgrund der minimalen Zeitrückstände dennoch Hoffnungen für die abschließenden Staffelwettbewerbe und wollten über den Teamgeist und eine starke Mannschaftsleistung in die Medaillenränge fahren. Dies gelang den drei Berchtesgadener Läufern zwar mit dem 3. Platz im Staffelwettbewerb, allerdings war der Vorsprung auf die Realschüler aus Titisee-Neustadt und die Sportgymnasiasten aus Klingenthal nicht groß genug, um sich auch in der Gesamtwertung noch weiter zu verbessern. Die Achental-Realschule Marquartstein belegte am Ende Rang acht. „Die Staffel war klasse, leider hatten wir am ersten Tag bei den Techniksprints zwei Patzer bei den Slalomstangen drin, die uns am Ende wertvolle Sekunden gekostet haben,“ analysierte Schlussläufer Luis Lehnert mit seinen Teamkameraden Sebastian Kistenmacher und Andreas Burgstaller von der Christophorusschule Berchtesgaden den Verlauf des Bundesfinales. „Unser großer Traum bleibt aber dennoch eine Teilnahme an den Olympischen Winterspielen in der nordischen Kombination, im Skilanglauf und beim Biathlon. Das ist unser Ziel. Vielleicht klappt es ja schon 2022.“ Für Andreas Burgstaller stehen am kommenden Wochenende zunächst die Bayerischen Biathlon-Meisterschaften auf dem Programm. Luis Lehnert kam direkt von den Olympischen Alpenspielen in Seefeld nach Nesselwang, wo er im internationalen Vergleich mit Nachwuchstalenten aus der Schweiz, Österreich, Frankreich, Italien und Slowenien in der nordischen Kombination den 1. Platz belegt hatte.

Die Franziskus-von-Assisi-Schule Au am Inn, die im JTFP-Wettbewerb Skilanglauf für Schüler/innen mit dem Förderschwerpunkt Geistige Entwicklung antrat,  lag als Titelverteidiger nach dem ersten Wettkampftag mit minimalem Rückstand noch auf Platz zwei. Durch unglückliche Stürze auf der Zielgeraden hatten die Schüler den ersten Platz knapp verpasst. Dennoch waren sie zufrieden mit ihren Läufen und darüber, dass sie die anspruchsvolle Strecke erfolgreich absolviert haben: „Der Stangenwald und das Skaten ohne Stöcke waren ganz schön schwierig“, urteilten die Läufer. In der Staffel wurden sie dann ihrer Favoritenrolle gerecht, der Schlussläufer fuhr als erster über die Ziellinie und bescherte seinem Team somit nach 2014 den zweiten Bundessieg.

Auch beim Skispringen auf der Schülerschanze in Füssen stellten die jüngsten JTFO-Teilnehmer mit Sprüngen im perfekten V-Stil, mit Telemark-Landung und Weiten zwischen 17 und 20 m ihr Können und ihr Talent unter Beweis. Das Regionalteam Bayern belegte dabei den dritten Platz hinter dem Regionalteam Inselberg und der Uplandschule Willingen.
Im Rahmen der Actiontime der Deutschen Olympischen Akademie wurden die Siegermannschaften von DOSB-Präsident Alfons Hörmann, dem dreifachen Biathlon-Olympiasieger Michael Greis und Kultusstaatssekretär Georg Eisenreich geehrt, der sich natürlich besonders freute, dass er insgesamt neun bayerischen Schulmannschaften die Medaillen und Pokale überreichen durfte.

Nach sechs Jahren machte das Bundesfinale von JUGEND TRAINIERT FÜR OLYMPIA und JUGEND TRAINIERT FÜR PARALYMPICS wieder in Bayern Station. Die Deutsche Schulsportstiftung (DSSS) mit ihren Kooperationspartnern, dem Deutschen Ski-Verband (DSV) und der Deutschen Behindertensportjugend (DBSJ), das Ausrichterland Bayern unter der Leitung der OK-Chefin MR Heidi Repser, die Gastgeber, die Marktgemeinde und der Skiklub Nesselwang im Allgäu haben für beste Bedingungen gesorgt. Die Bundeswettbewerbe JTFO und JTFP finden unter der Schirmherrschaft des Bundespräsidenten Joachim Gauck statt. Die Schirmherrschaft für das Bundesfinale in Nesselwang hatte der Staatsminister für Bildung und Kultus, Wissenschaft und Kunst des Landes Bayern, Dr. Ludwig Spaenle, übernommen.



Auch diese Bundesfinalveranstaltung war wieder ein Beleg für die gute sportliche Nachwuchsarbeit in den Schulen in Zusammenarbeit mit den kooperierenden Sportvereinen, Landesverbänden und Dachverbänden. Dank gilt hierfür allen Lehrkräften der für das Bundesfinale qualifizierten Schulen und den Trainern/innen in den Sportvereinen. Die Bundeswettbewerbe JUGEND TRAINIERT FÜR OLYMPIA und JUGEND TRAINIERT FÜR PARALYMPICS sind ein attraktives Wettkampfangebot und können einen Anteil bei der Talentsichtung und -förderung leisten. Dies bestätigte auch DOSB-Präsident Alfons Hörmann in einer Talkrunde bei der von der Deutschen Olympischen Akademie gestalteten Abschlussfeier: "Die Diskussionen um den Wettbewerb im letzten Jahr waren aus meiner Sicht völlig unnötig. Sportdeutschland ohne JUGEND TRAINIERT FÜR OLYMPIA ist unvorstellbar!" Gemeinsam mit dem dreifachen Biathlon-Olympiasieger Michael Greis ermutigte er die Sporttalente auch Durststrecken zu überwinden: "Höhen und Tiefen gehören zu jeder Sportkarriere dazu. Der Sport ist auch eine gute Schule fürs Leben." Michael Greis, der sich als JTFO-Pate die Skilanglaufwettbewerbe angesehen und den Startschuss für die Staffelwettbewerbe der Jungen gegeben hatte, war begeistert: "Alle waren mit Herz und Leidenschaft dabei. Neben Trainingsfleiß und Durchhaltevermögen ist das am wichtigsten. Erhaltet euch die Freude an eurem Sport und bleibt vielseitig."

Alle Ergebnisse des JTFO-/JTFP-Winterfinales auf einen Blick:
- Skilanglauf
- Skilanglauf JTFP (Förderschwerpunkt Geistige Entwicklung)
- Skilanglauf JTFP (Förderschwerpunkt Sehen)
- Ski Alpin
- Skisprung

Bewegte Bilder und Impressionen vom JTFO-/JTFP-Bundesfinale gibt es unter: www.hauptstadtsport.tv/jtfo